Montag, 28. Februar 2011

28.02.2011 - Jaguar Rescue Center

Heute darf ich ( Siba`s mum), mich im Blog verewigen.
Nach einer sehr verregneten Nacht, in der ich das erste Mal unter einem Moskitonetz geschlafen habe (welches ich mir gestern gerade noch ergattern konnte), machten wir uns daran, die morgendliche Dusche einzunehmen. Hier im Hostel sind einige Kleinigkeiten anders als wir es gewohnt sind. Der Duschkopf besteht aus Plastik und ist deutlich sichtbar an elektrische Kabel angeschlossen um das Wasser zu erwärmen. Toilettenpapier muss immer seperat in den Eimer geworfen werden, wegen Verstopfungsgefahr... Es gab auch nur eine klapprige Plastikschiebetür zur Toilette, aber da stehen wir ja drüber. Nicht vergessen, Zähneputzen immer nur mit Wasser aus der Flasche. Ein Moskitonetz gab es nur fürs Doppelbett. Die Stockbetten gingen leer aus, aber wie gesagt, ich konnte mir noch eines organisieren. Dörte musste sich also mit off-Spray, womit man sich hier gegen Moskitos fett einsprüht und das stinkt und klebrig ist, begnügen.

Da Arne abends nur die Hälfte unserer kostbaren Milka-Schokolade verzehrt hatte, hatten sich bis zum Morgen Ameisen über den Rest gefreut. Ich hoffe, sie haben sie geschätzt...
Auf dem Weg zum Strand hatten wir große schwarze Geier auf Zäunen oder Bäumen sitzen sehen. 




Wie hier üblich sind manche Häüser stark vergittert, sogar die Kirche.
Am Strand lag ein altes gestrandetes Schiffswrack, auf dem schon Sträucher und Bäume wachsen.


Hier und da stolperte man auch über einen toten Frosch oder eine tote Ratte.
In einem netten kleinen Lokal am Wasser hatten wir dann ein fürstliches Frühstück mit Ei und Speck und leckeren Croissants.



Trotz immer wiederkehrender Regenschauer hatten wir es dann doch gewagt, uns vier hübsche bunte Räder mit breiten hohen Lenkern auszuleihen, auf denen man ganz gemütlich und entspannt fahren konnte.




Für unsere Mountainbikerin Dörte war es bestimmt etwas zu geruhsam, aber auch mal lustig.



Vor allem ein Bild für Götter, Arne, Siba und Dörte mit ihren Regenschirmen in der Hand als uns der strömende Regen mal wieder einholte. Dabei gleichzeitig durch die Schlaglöcher hindurch manövrieren, Autos und Hunden ausweichen - das macht Freude.
Nach 4 km erreichten wir das Jaguar-Rescue-Center mitten im Regenwald. Es war schwül und feucht und wir mussten noch eine knappe halbe Std. warten, bis wir eingelassen wurden. Ein Babyäffchen erwartete uns schon am Eingang. Ein netter Guide führte uns durch den kleinen Park, in dem kranke Tiere wieder gesund gepflegt werden um sie dann wieder in den Dschungel zu entlassen. Einige von ihnen kehren jedoch immer wieder hierher zurück, so wie die schönen bunten Tukans. Der Höhepunkt waren die schwarzen kleinen Äffchen, die wir auf den Arm nehmen durften.


Dörtes Äffchen hatte sie ganz fest mit seinem Schwanz um ihren Hals geklammert..


Siba's Paulinchen gleich auf ihrem Arm eingeschlafen war und gar nicht mehr runter wollte.



Am liebsten hätte man die goldigen kleinen Kerlchen gleich mitgenommen.

Interessant war es, Gott sei Dank hinter Glas, sämtliche giftigen Schlangen des Landes zu sehen, wobei die grellgelbe und grüne zu den giftigsten gehören. Einer der Besucher hatte ein Foto einer Schlange auf seiner Kamera, welche er auf seinem Kopfkissen vorgefunden hatte. Unser Guide meinte, dass die wohl auch zu der giftigen Gattung gehört hätte. Auch die fetten großen Spinnen konnte man hier im Terrarium sehen.
Im Park des Rescue-Centers hatten wir noch einen kleinen grünen Frosch mit seinen roten Kulleraugen bestaunen können.




Und Faultiere gabs auch:



Mit unseren Bikes ging es dann die gleiche Srecke wieder zurück, mit einem kurzen Stop am aufgewühlten Meer mit seiner tosenden Brandung.
Nach einem leckeren Mittagessen in einem Strandlokal fuhren wir wieder beladen mit unseren Rucksäcken nach Limón. Es war eine abenteuerliche Fahrt, wobei diese Touren für Siba und Arne ja inzwischen schon normal sind. Der Busfahrer fuhr in seinem klapprigen Bus wieder im Schaukelslalom um die Schlaglöcher, überholte dabei jedoch noch PKWs, Lastwagen und peilte danach im Eiltempo eine schmale Brücke an, die er jedoch mit Bravur meisterte. Im strömenden Regen ging wenigstens der Scheibenwischer auf seiner Seite. Während er so im rasanten Tempo die Straße runterbretterte, hielt er zusätzlich noch Fahrscheine in der Einen und eine Lochzange in der anderen Hand. Bei geöffneter Beifahrertür sollten die stehenden Fahrgäste jedoch tunlichst nicht den Halt verlieren, tun sie es dennoch, griffen die sitzenden Mitreisenden beherzt zu um sie wieder in Standposition zu bekommen.
Nach ca.2 1/2 Std. hatten wir Limón erreicht.


Da wir erst morgen weiterreisen wollten, suchten wir uns für die Nacht ein erschwingliches Hotel im Zentrum. Die Stadt lädt nicht gerade zum Verweilen ein, aber immerhin fanden wir noch einen Pizza-Hut. Dort gönnten wir uns eine Pizza, die allerdings sehr viel kleiner ausfiel als erwartet.
Nach einem Zimmerinsekten-und sonstigem Getier-Check gab's dann den verdienten Erholungsschlaf......
Doch auch nachts prasselten immer wieder sintflutartige Regenschübe donnernd über unser Dach hinweg. Schön, wenn man da im Trockenen ist..

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